Usedom - die Sonneninsel

Umfragen zufolge verbringen 38% der Deutschen ihre Urlaubstage im eigenen Land verbringen. Und dabei liegt die Ostsee mit 10% als Reiseziel noch vor Bayern und der Nordsee. Spanien, Italien, Österreich oder die Türkei rutschten allesamt nach hinten und machen nur noch rund 25% aller Reiseziele der Deutschen aus. So kann sich das Blatt wenden. Was in vergangenen Tagen belächelt wurde, scheint sich heute als Trend zu erweisen. Es macht wieder Spaß die Heimat zu entdecken.

Usedom statt ferne Strände

Und weil die Ostsee höchstwahrscheinlich als Sieger im Kampf um die meisten Besucher im Jahr 2009 hervorgeht, so jedenfalls die Statistiken, lohnt es sich mal etwas näher hinzuschauen. Besonders beliebt ist die Insel Usedom in dieser Saison, zweitgrößte deutsche Insel, nur Rügen verfügt über eine größere Fläche. Wen wundert es, denn mit knapp 2000 Stunden im Jahr hat Usedom, zugehörig dem Landkreis Ostvorpommern, mehr Sonne als jede andere Region Deutschlands. Während 72 km² der Gesamtfläche zu Polen gehören, leben etwa 32.000 Menschen dauerhaft auf 373 km² deutschem Boden. Usedom gehört Mecklenburg-Vorpommern an, nennt einen 42 km langen Küstenstreifen von Ahlbeck bis Peenemünde mit feinem weißem Ostseesand sein Eigen, welcher an manchen Stellen eine Breite bis zu 70 Metern aufweist.

Urlaub in Deutschland bietet an der Ostsee unglaublich viele Möglichkeiten sich mit Freunden oder der Familie zu entspannen. Eine Ferienwohnung auf Rügen ist für jedes Budget zu haben und von Usedom nach Rügen ist es nur ein Katzensprung.

Usedom Karte
Karte von Usedom © lesniewski - fotolia

 

Strandurlaub

Innerhalb der Badesaison vom 20. Mai bis Mitte September überwachen in Mecklenburg- Vorpommern Gesundheitsämter regelmäßig die Qualität der Badestellen an der insgesamt 1700 km langen Ostseeküste. Das beliebte Bundesland verfügt zudem über hunderte von Seen und Flüssen. Auch hier werden die Gewässer auf erhöhtes Algenaufkommen überprüft und bei Grenzwertüberschreitungen sofort die nötigen Maßnahmen eingeleitet.

Unser Tipp: Von Usedom ist es nur ein Katzensprung nach Rügen. Warum also nicht den nächsten Urlaub mit einem Besuch auf Rügen verbinden? Eine Ferienwohnung auf Rügen ist schnell gebucht.

Seebrücke Ahlbeck

Die Wahrzeichen der Insel Usedom sind die fünf Seebrücken. Allen voran der 1898 errichtete Ahlbecker Steg über dem Meer ist das älteste architektonische Kunstwerk dieser Art. Das am Ende aufgesetzte hölzerne Gebäude mit den vier kleinen Türmen dient der Gastronomie und wurde im vorigen Jahrhundert, während der 30er Jahren, konstruiert.

Seebrücke Usedom
Seebrücke Ahlbeck auf Usedom © Joachim Opelka - fotolia

 


Weiterhin bieten auch die Ostseeheilbader Heringsdorf und Bansin, das Ostseebad Koserow und Zinnowitz viel besuchte Seebrücken. Ursprünglich wurden sie für die Oberschicht erbaut, um dem wohlbetuchten Bäderbesucher zum einen die sichere Ankunft zu ermöglichen, ohne den Umstieg über kleine Boote die schließlich an Land schippern müssten. Außerdem stellten sich die Brücken als beliebte Flaniermeilen heraus und als An- und Ablegestelle für Exkursionen in die Umgebung werden sie heute noch gern genutzt.

Europas längste Seebrücke

Besonders erwähnenswert ist weiterhin die Seebrücke in Heringsdorf. Unweit von Ahlbeck gelegen, befindet sich hier ein weiteres geschichtsträchtiges Bauwerk. Neben der ältesten Brücke steht im Ostseeheilbad Heringsdorf mit 508 Metern nun die längste Seebrücke Europas. Im Wasser befindlich sind 300 m, 208 m führen über den feinen Sandstrand hinweg und integriert ein kleines Einkaufsparadies an ihrem Ende. Durch ihr markantes Dreieck am Ende des Steges, befindlich auf dem Dach des Seebrücken-Restaurants, ist das 1995 erbaute und viel besuchte Objekt unverwechselbar eine der Hauptattraktionen der Region. Einen traumhaften Ausblick auf die drei aneinander gereihten Seebäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck lässt sich aus dem Innern der gastronomischen Einrichtung erhaschen. Eine Anlegestelle für Bootsausflüge bietet die Brücke ebenfalls. Fahrten ins nahe gelegene Polen finden regelmäßig statt. Weiterhin wird Rügen angeboten und eine Küstenfahrt, an den schönen Stränden Usedoms entlang.

Bansiner Strandbesucher können sich derweil über einen unverbauten Meerblick freuen. Ihre Seebrücke weist weder Land- noch Brückengebäude auf, ist ein schlichter Steg aber ideal zum Flanieren und um traumhafte Sonnenuntergänge über dem Meer zu genießen. Die 285 m lange Brücke verfügt über einen Anlegeplatz und bietet abwechslungsreiche Bootsausflüge an. Das Seebad Bansin war in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts Deutschlands erster Strand der die deutsche Freibadeerlaubnis erhielt. Nun durfte man offiziell ganz ungeniert im Meer baden ohne ein Freibad aufsuchen zu müssen.

Die schmalste Stelle Usedoms stellt die Region Koserow dar. Auch dieses Ostseebad besitzt eine eigene Seebrücke. Sie ist 261 m lang, die auffällige dreieckige Holzhütte zu Beginn des Steges gehört der Wasserrettung.

Zinnowitz als nördlichste Gemeinde Usedoms glänzt mit einem zauberhaften Ortskern und wie jedes Ostseebad auf Usedom, gibt es auch hier einen Steg der aufs Meer hinaus führt. Die Seebrücke von Zinnowitz ist 315 m lang und ermöglicht Einblicke die Sie nirgends anders auf Usedom erleben können. Ab der Plattform der 1993 erbauten Brücke werden Tauchgänge per Gondel unternommen, in die Tiefen der Ostsee. Hinunter bis auf 4,5 Meter geht die abenteuerliche Unterwasserexpedition. In diesem Bereich kann das menschliche Auge noch alle Farben wahrnehmen und die wunderschöne Artenvielfalt der Flora und Fauna bestaunen. Nebenher werden Videoaufnahmen aus den gigantischen Tiefen der Ostsee gezeigt, die eindrucksvolle Momente hinterlassen werden.

Drei Kaiserbäder Usedoms

Eine reizvollere Ferienregion an der Ostsee gibt es kaum. Im Süden der Insel reihen sich quasi nahtlos die drei Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin aneinander. Sie bilden das Zentrum des Usedom-Tourismus, sind Besuchermagnet besonders wegen seiner eleganten Architektur, dem so genannten Bäderstil. Die bisherigen selbständigen Gemeinden und Ostseebadeorte Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin wurden am 1. Januar 2005 zu einer gemeinsamen Gemeinde mit dem Namen Dreikaiserbäder zusammengefasst.

Bansin

Wo Kultur, Luxus und Eleganz aufeinander treffen, außerdem Sonne, Strand und Meer die Seele verwöhnen, das ist mehr als ein Seebad. Das ist kaiserlich. Bansin ist eines der drei Kaiserbäder der Insel Usedom, gelegen in der Ostsee, und ist der nordwestlich gelegenste Ort der Gemeinde Dreikaiserbäder. Die hübsche Strandpromenade lädt zum Flanieren und Einkehren ein. Gemütliche Fischrestaurants bieten „Hering satt“ mit Bratkartoffeln, überall der Duft von frisch geräuchertem Fisch und leckeren Matjesbrötchen. An Bansin reihen sich die Anglerparadiese Gothensee, Schloonsee sowie „kleiner und großer Krebssee“, alles Süßwasserseen die sich der Festlandseite zuwenden. Der Gothensee findet sich in der Liste der größten Seen Mecklenburg-Vorpommerns auf Rang 14 wieder, mit einer Fläche von 5,56 km².

Heringsdorf

Mittig gelegen, zwischen Bansin im Westen und Ahlbeck im Osten, fasst Heringsdorf, ernannt als Ostseebad Heringsdorf auf der Insel Usedom, alle drei Orte zur Gemeinde Dreikaiserbäder zusammen und ist wegen seiner berühmten längsten Seebrücke Deutschlands der wohl begehrteste Urlaubsort der Insel. Die Orte Gothen, Bansin Dorf, Neu Sallenthin, Alt Sallenthin und Sellin zählen neben den drei Seebädern ebenfalls zur Gemeinde „Ostseebad Heringsdorf“. Die 10 Millionen Euro teure Brücke von Heringsdorf ist 508 Meter lang, wurde 1995 fertig gestellt und verfügt über ein Landgebäude mit gastronomischen Einrichtungen, einem Wachsfigurenkabinett, auch ein Kino ist vorhanden, Souvenirläden sowieso. Heringsdorf hält viele architektonische Meisterwerke aus der Bäderarchitektur für seine Gäste bereit. Die bekanntesten Villen des Ortes sind die Villa Oppenheim des deutsch-amerikanischen Karikaturisten und Maler Lyonel Charles Adrian Feininger, er lebte drei Jahre auf der Insel Usedom, von 1909 bis 1912. Weiterhin hat Georg Bernhard von Bülow Gästeunterkünfte auf Usedom erbauen lassen, in der hellblauen „Villa Achterkerke“, eines der ältesten Exemplare der klassischen Bäderarchitektur. Hermann Berthold, Hersteller des Typometers ließ 1883 in Heringsdorf die prunkvolle „Villa Oechsler“ errichten. Und auch der russische Schriftsteller Maxim Gorki kam 1922 an diesen Ort um sich in der „Villa Irmgard“ von einer schweren Krankheit zu erholen.

Ahlbeck

Wie auch in Heringsdorf und Bansin haben die eleganten Villen der Strandpromenade interessante Geschichten zu erzählen. Sie sind stumme Zeugen einer so ereignisreichen Zeit. Die Bäderarchitektur hinterließ hier hervorhebend zu erwähnen das Hotel Ahlbecker Hof, eines der renommiertesten Gästehäuser am Platz. Eine Ahlbecker Fischsuppe zu genießen ist ebenso göttlich für die Sinne wie das Rauschen des Meeres wahrzunehmen und die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren. Ahlbeck ist bekannt für seine Nähe zur polnischen Grenze, nur 2 km beträgt die Entfernung. Es gibt eine grüne Grenze für Fußgänger und Radfahrer, aber auch die regionale Bahn fährt Swinemünde an, gleich hinter der offenen Grenze gelegen. Hier findet der so bekannte Polenmarkt statt. Jedoch als bleibenden Eindruck Ahlbecks lässt sich zweifellos die 280 m lange Seebrücke an erster Stelle nennen. Sie ist die älteste Seebrücke Deutschlands, wurde 1898 errichtet und erfuhr 1993 eine Restaurierung. Sie diente bereits Filmszenen im TV und überzeugt optisch durch den Blickfang am Ende des Steges. Ein hölzernes Gebäude mit vier Türmen bietet in seinem Innern kulinarische Genüsse der Region. Besonders frischer Fisch kommt hier auf den Tisch. Königliche Größen wie Königin Silvia von Schweden oder der damalige Kaiser von Österreich Kaiser Franz Joseph I. gaben sich in Ahlbeck bereits die Ehre und residierten dabei im Hotel Ahlbecker Hof. Kaiser Wilhelm II., letzter Deutscher Kaiser und König von Preußen, engagierte sich in Ahlbeck für Kinder in Not. Er ließ in dem Waldgebiet an der polnischen Grenze ein Kinderheim erbauen welches heute der Sportjugend Berlin dient und Jugendferienpark Ahlbeck heißt.

Bäderarchitektur Usedom

Die vornehme Bauweise der Bäderarchitektur ist dem späten Klassizismus zuzuordnen und fand auf Usedom besonders in den Jahren zwischen 1870 und 1938 seine Blütezeit. Die kaiserzeitliche Seebäderarchitektur zeichnet sich durch imposante Villenformen aus. Sie zeigen meist hölzerne Balkone und Verandas, weisen gerade Formen und Linien auf. Erker, Türme und Säulen zieren die Fassaden der meist weißgekalkten bis zu vierstöckigen Villen. Ihre Bauherren kamen während dieser Zeit zu schnellem Reichtum durch das Aufkommen der Börse. Vorbei mit dem Prunk und der Handarbeit war es jedoch schnell. Mit dem Börsencrash von 1873 gab es einen Richtungswechsel im Handwerk. Das Geld saß plötzlich nicht mehr so locker, dennoch wollten die überheblichen Erbauer, preußische Banker sowie einflussreiche Personen der Industrie, dies nicht in ihren Immobilien zum Ausdruck bringen. Optisch hochwertig sollten die Bauten vollendet werden. Erstmals wurde schließlich im Zuge der Geldnot auf Handarbeit verzichtet und sich maschinell hergestellter Massenware wie Eisenzäune und Fliesen bedient. Plötzlich war nichts mehr wie es einmal war. Die Stilrichtung der zeitgemäßen Architektur wurde nicht mehr eingehalten, es kamen neue Formen und Elemente hinzu, Dekore wurden vermischt. Diese Geschmacklosigkeit wird als „Historismus” bezeichnet, welche anhielt bis zum Ende des ersten Weltkrieges. Der Gründerzeitstil war nun vorbei und der Jugendstil hielt Einzug in den Kaiserbädern von Usedom. Die Architektur der Kaiserbäder ist als Produkt neureicher Geschäftsmänner mit Hang zum Größenwahn zu betrachten – aber traumhaft schön anzuschauen.

Vier Bernsteinbäder Usedoms

Bernstein ist ein Naturprodukt und die Insel Usedom bekannt dafür, dass man ihn am Strand häufig findet und auflesen kann. Daher ist er ein beliebtes Mitbringsel bei Touristen. Die meisten Funde jedoch hat die schmalste Stelle der Insel zu verzeichnen. Die Region bei Zempin, Koserow, Loddin/Kölpinsee/Stubbenfelde und Ückeritz nennen sich daher die Bernsteinbäder von Usedom.

Bahnverkehr Usedom

UBB - die Usedomer Bäderbahn nimmt täglich seinen Verkehr entlang der Ostseeküste auf und verknüpft auf seiner Linie die Stationen der Bahnstrecke Ducherow–Heringsdorf–Wolgaster Fähre. Ducherow liegt an der B 109, südlich der Stadt Anklam und unweit von Ueckermünde, am Festland Mecklenburg-Vorpommerns. Die Bahn nimmt dann ihre Fahrt ab Ducherow in Richtung Nordost auf und erreicht als nächste Haltestelle Karnin. Danach hält der Zug in Rosenhagen, Usedom, Stolpe, Dargen, Kutzow, Garz, Golm und passiert dann die Staatsgrenze Deutschland-Polen um Swinemünde Hbf anzusteuern. Anschließend nimmt die Bahn Kurs auf Swinemünde Hafen, Swinemünde Bad und hält im Zentrum von Swinemünde (Świnoujście Centrum). Wir passieren die Staatsgrenze Deutschland-Polen erneut, sind nun wieder auf deutschem Boden und erreichen den nächsten Stopp in Ahlbeck Grenze. Am 20. September 2008 wurde nach der Grenzöffnung zu Polen der Streckenabschnitt zunächst erbaut und an diesem historischen Tag für die Region mit der Strecke Ahlbeck Grenze - Świnoujście Centrum feierlich eingeweiht.

Nun aber noch einmal zurück zu unserem Fahrplan, der Bahnstrecke Ducherow–Heringsdorf–Wolgaster Fähre. Die folgenden Stationen sind Seebad Ahlbeck, Ahlbeck Ostseetherme, Seebad Heringsdorf, Heringsdorf-Neuhof, Seebad Bansin, Schmollensee, Ückeritz, Stubbenfelde, Kölpinsee und Koserow. Nun sind wir an der schmalsten Stelle des Engpasses zwischen Nord- und Südusedom angelangt. Die 80 km lange Strecke der UBB-Bäderbahn, Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG, führt aber noch weiter über Zempin, Zinnowitz, Trassenheide, Bannemin-Mölschow und die Wolgaster Fähre, bevor sie dann mit einem durchschnittlichen Tempo von 80 -100 km/h am Endhaltepunkt Wolgast Hafen einkehrt. Die meistfrequentierte Strecke des Verlaufes ist Wolgast-Heringsdorf-Swinemünde. Alle 30 Minuten pendeln die Personenwagons hier in beide Richtungen über die Schienen. Auch weiter in den Norden nach Züssow und Stralsund hat man ab Wolgast eine gute Verbindung. Einmal stündlich wird die Bahnfahrt über Hohendorf, Buddenhagen, Karlsberg, Züssow, Groß Kiesow, Greifswald Süd, Greifswald, Jeeser, Miltzow, Wüstenfelde bis Endstation Stralsund angeboten. Die Usedomer Bäderbahn unterhält zudem das Streckennetz für Zinnowitz–Peenemünde. Dabei legt der Zug aus beiden Richtungen einen Zwischenhalt in Trassenmoor, Trassenmoor Lager, Karlshagen, Karlshagen Siedlung, Karlshagen Bahnhofshalle und Peenemünde Nord ein.

Ostseebad Karlshagen

Nicht älter als 180 Jahre ist der kleine ehemalige Fischerort zwischen Peenestrom und Ostsee. Die nur 2 km breite Landenge bei Karlshagen brachte in den Anfängen ein beachtliches Fischereigeschäft zustande. Als Karlshagen sich zum Badeort entwickelte kam auch der Tourismus hierher. Das Stadtbild prägen moderne Apartmentanlagen gemischt mit DDR-Überresten sowie einiger verbliebener Häuser aus dem 3. Reich. Karlshagen wurde militärisch genutzt. Der Ort ist von viel Wasser umgeben, so ergeben sich Bademöglichkeiten im Meerwasser wie auch im Süßwasser.

Ostseebad Trassenheide

Trassenheide liegt zwischen Zinnowitz und Karlshagen in Ostvorpommern und gehört zu Usedom-Nord. Etwa 1000 Menschen leben hier dauerhaft auf einer Fläche von 6,5 km². Der Badeort ist eines der kleinsten Ostseebäder der Insel, welches seine Beliebtheit jedoch in keinster Weise schmälert. Es gibt in Trassenheide eine Schmetterlingsfarm, mit mehr als 2.000 frei herum fliegenden tropischen Schmetterlingen auf einem 5.000 m² großen Areal. Außer dem größten Schmetterlingshaus Europas wird ein Insektenmuseum gezeigt, eine Mineralienausstellung, ein Insektenkino, eine Vogelspinnenschau sowie eine Überraschung mit dem Namen "Geheimnisvolle Welt Asien". Lassen Sie sich verzaubern von diesen außergewöhnlichen Eindrücken.

Ostseebad Zinnowitz

Zinnowitz ist ein beliebter Urlaubsort im Landkreis Ostvorpommern, auf der Insel Usedom. Die Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern zählt knapp 4000 Einwohner auf einer Fläche von 9,04 km². Zinnowitz ist der sonnenreichste Ort Deutschlands und liegt zwischen der Bucht Achterwasser, hier mündet der Peenestrom in die Ostsee, sowie der Pommerschen Bucht in der Ostsee. Das Eiland ist an dieser Stelle nur etwa 2-3 Kilometer breit.

Ostseebad Zempin

Nur rund 1000 Menschen leben an der schmalsten Stelle Usedoms, dem Ostseebad Zempin in Ostvorpommern. Die 3,12 km² Fläche zwischen Ostsee und Achterwasser befindet sich zwischen Zinnowitz und Koserow. Usedom-Süd zugehörig ist Zempin über die Bahnstrecke Ducherow–Heringsdorf–Wolgaster Fähre erreichbar. Die Entfernung zu den Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck beträgt etwa 15 km.

Ostseebad Koserow

Bei Koserow auf der Ostseeinsel Usedom befindet sich die 58 Meter hohe Kliffranddüne Streckelsberg, die dritthöchste Erhebung der Insel nach Golm und dem Kückelsberg. Koserow liegt zwischen der Ostsee und Achterwasser, nahe der dünnsten Stelle Usedoms. Der Ort besitzt eine 261 Meter lange Seebrücke und eine alte Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Wundern Sie sich nicht wenn ihnen in Koserow oftmals Fachwerkhäuser, reetgedeckt aber ohne Fenster begegnen. Hier wohnt niemand, vielmehr dienen diese Hütten zur Lagerung von Salz. Es wird aus dem Meer gewonnen und für die Haltbarkeit der Fische von Nöten. Heute haben die Salzhütten eine andere Funktion, sie stehen touristischen Zwecken bereit, sind oftmals in Privatbesitz. Zum Erhalt dieser Überlieferungen wurden sie unter Denkmalschutz gestellt. Auch ein Fischereimuseum hat Koserow wo der Arbeitsalltag der Fischer mit ihren Kuttern und Netzen, der Einsalzung veranschaulichend dargestellt werden.

Ostseebad Kölpinsee

Etwa mittig gelegen zwischen dem Seebad Zinnowitz und dem Seebad Heringsdorf auf der Ostseeinsel Usedom, befindet sich die Gemeinde Seebad Loddin mit ihren drei zugehörigen Orten Kölpinsee, Stubbenfelde und Loddin. Die etwa 1.100 Einwohner leben auf einer Fläche von 6 km² zwischen Ostsee, Kölpinsee und Achterwasser in Usedom-Süd. Sehenswert ist der nördlichste Weinberg Deutschlands – dieser befindet sich in Loddin. Die Küste des Achterwassers ist in dieser Region Usedoms sehr steil. 16 Meter fällt der Loddiner Höft massiv ab, der Teufelsberg sogar 40 Meter.

Ostseebad Ückeritz

Ückeritz liegt rund 21 km von Wolgast und 12 km von Ahlbeck entfernt. Die Gemeinde mit rund 1000 Einwohnern zwischen Nord- und Südusedom befindet sich direkt an der B 111, zwischen Ostsee und dem Achterwasser. Gerade einmal 1 m ü. NN beträgt die Fläche der zum Amt Usedom-Süd gehörenden Region und verfügt dabei über eine Fläche von 13,85 km². Hier findet man noch Fischerkaten in einem historischen Ortskern, flache Uferzonen, eine Steilküste, den Hafen Ückeritz mit angebundener Surfschule sowie den Yachthafen und Naturcampingplatz Stagnieß. Der Ort am Naturschutzgebiet Wockninsee liegt an einer schmalen Landenge.

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Usedomer Bäderbrücken

Zecheriner Brücke

Zwei Autobrücken führen Urlauber vom deutschen Festland auf die Insel Usedom. Weiter südlich gelegen, bei Anklam führt die Bundesstraße 110 zu der Zecheriner Brücke in Zecherin. Vor allem die vielen Berliner welche ihre Wochenenden gern auf Usedom verbringen, reisen über diese Strecke an. Die Anreise aus der Hauptstadt dauert rund 3-3,5 Stunden, dabei ist man etwa die Hälfte der Zeit auf der Autobahn unterwegs, danach geht es über Land. Die Zecheriner Brücke ist eine Klappbrücke und wird mehrmals täglich für den Schiffverkehr geöffnet, gleichzeitig ist sie für den Pkw-Verkehr gesperrt. Dies geschieht in der Zeit von 05.35 Uhr bis ca. 05.50 Uhr, 08.35 Uhr bis ca. 08.50 Uhr, 12.35 Uhr bis ca. 12.50 Uhr, 16.35 Uhr bis ca. 16.50 Uhr und 20.35 Uhr bis ca. 20.50 Uhr. Während der Wintermonate entfallen die erste und die letzte Öffnung.

Wolgaster Brücke

Die Überfahrt zur Insel Usedom im Norden bedient die Wolgaster Brücke. Sie ist ebenfalls wie die Zecheriner Brücke klappbar (über die B 111 erreichbar) und deshalb öffnet auch sie täglich mehrmals ihre Pforten um Schiffe passieren zu lassen. Eine halbe Stunde pro Stopp muss hier gewartet werden. Die angegebenen Uhrzeiten (ohne Gewähr) sind folgende: 05.20 Uhr bis ca. 05.50 Uhr, 07.40 Uhr bis ca. 08.10 Uhr, 12.40 Uhr bis ca. 13.10 Uhr, 16.40 Uhr bis ca. 17.10 Uhr, 20.40 Uhr bis ca. 21.10 Uhr.

Unter folgender Telefonnummer können aktuelle Brückenöffnungszeiten erfragt werden: 03831/24 95 12.

Naturschutzgebiete Usedom

Peenemünder Haken, Struck, Ruden
Das Vogelschutzgebiet und Naturschutzgebiet Peenemünder Haken, Struck und Ruden ist Rückzugsgebiet tausender Vögel. Das Betreten ist untersagt, schon aus dem Grund weil hier militärische Munition aus früheren Zeiten liegt. Die 1870 ha große Fläche ist das größte geschützte Areal Usedoms. Zugvögel, Schwäne, Enten, Wattvögel und Seeadler haben hier ein ruhiges zu Hause gefunden.

Großer Wotig

Großer Wotig ist Heimat vieler Vogelarten geworden, die drohen auszusterben. Ganz im Norden Usedoms befindet sich das 203 ha große Naturschutzgebiet zwischen Kröslin und Peenemünde. Weite Wiesen und Felder werden regelmäßig vom Meerwasser überschwemmt und zeigen große Salzwiesen auf.

Gnitz

Nähe des Ostseebades Zinnowitz auf der Insel Usedom befinden sich die 61 ha Fläche der Halbinsel Gnitz. Sie ist Feuchtbiotop, Naturschutzgebiet und am Achterwasser gelegen.

Insel Görmitz

Im Achterwasser der Insel Usedom liegt die Insel Görmitz, sie ist Naturschutzgebiet für viele Vogelarten und Brutstätte. Verbunden mit der Halbinsel Gnitz ist diese unbewohnt, Görmitz ist mittlerweile in Privatbesitz und kaum besiedelt.

Streckelberg

Der Nordosten der zweithöchsten Erhebung Usedoms weist eine beachtliche Kliffküste auf. Der Streckelberg ist 56 m hoch und liegt bei Koserow.

Wockninsee

Der 50 ha große Naturschutzgebiet Wockninsee bei Ückeritz auf Usedom liegt zwischen Ostsee und Achterwasser, ist maximal 15 Meter tief und weist ein zum teil bewaldetes Gebiet aus Erlen, Kiefern und Birken auf. Zudem befinden sich am Rand Flachmoore.

Mümmelkenmoor

Mümmelkenmoor ist wie der Name schon sagt ein Moor, seien Sie deshalb sehr vorsichtig und betreten sie es nicht. Es gibt einen Aussichtspunkt um das Hochmoor zu betrachten, bis zu 25 Meter tief ist die Torfschicht in dem von Buchenwald umgebenen Gebiet. Das 6 ha große Naturschutsgebiet liegt nahe dem Ostseebad Bansin und bekam seinen Namen aufgrund der gelben Teichrose, die auch Mümmel genannt wird, welche innerhalb des zugehörigen Mümmelkensees wunderschön blüht.

Cosim

Die Halbinsel und gleichzeitig Naturschutzgebiet Cosim am Balmer See ist ein 108 ha großes Brut- und Rückzugsgebiet für vielerlei Vogelarten.

Böhmke / Werder   

Im Nepperminer See auf Usedom liegen die beiden Inseln Böhmke und Werder. Auf Böhmke brüten vorrangig Vögel und auf Werder grasen hauptsächlich Schafe.

Kleiner Krebssee

Der kleine Krebssee ist ein Angelparadies und Naturschutzgebiet in Neu-Sallenthin bei Bansin. Die schöne alte hölzerne Windmühle aus vergangenen Zeiten, die noch etwas erhöht über dem See stand, fiel Ostern 2009 einer Brandstiftung zum Opfer.

Gothensee

Auf Usedom gibt es eine Fülle an Binnenseen, einer davon ist der 5,3 km lange, 1,3 km breite und bis zu 1,25 m tiefe Gothensee, unweit der polnischen Grenze gelegen. Ihm nördlich gelegen befinden sich die Seebäder Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf.

Mellenthiner Os

Teiche, Feldwege, Wanderwege, ein Altbaumbestand, eine Burganlage sowie ein Zwischenmoor umgeben das 65 ha große Naturschutzgebiet Mellenthiner Os auf Usedom.

Zerninsesenke

Das Naturschutzgebiet Zerninseesenke mit dem Swinemoor im Naturpark Usedom liegt Schulter an Schulter zur polnischen Grenze und ist ein landschaftliches Idyll wo Schwäne noch gemütlich ihre Bahnen ziehen können und ein üppiger Baumbestand vorherrscht. Zu sehen wenn Sie den Radweg nach Polen passieren.

Golm

Der Golm ist Usedoms höchste Erhebung mit 69 Metern, liegt nahe Kamminke, an der deutsch-polnischen Grenze und ist Mecklenburg-Vorpommerns größte Kriegsgräberstätte. Mehr als 23.000 Menschen fanden hier ihre letzte Ruhe. Zum Gedenken besuchen jährlich rund 40.000 Menschen den Ort bei Swinemünde.

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