23.03.2012

Die Heringe sind da

Endlich beginnt in diesem Jahr an der Ostseeküste die Heringssaison und die Fischer freuen sich über reiche Ausbeute des beliebten Speisefisches. Die kleinere Unterart des Herings, auch als sogenannter Strömling bezeichnet, ist in den baltischen Gewässern zu Hause.

Endlich beginnt in diesem Jahr an der Ostseeküste die Heringssaison und die Fischer freuen sich über reiche Ausbeute des beliebten Speisefisches. Die kleinere Unterart des Herings, auch als sogenannter Strömling bezeichnet, ist in den baltischen Gewässern zu Hause. Das Auftauchen des Strömlings in der Ostsee ergibt sich aus seinem speziellen Laichzyklus: Um seinen Rogen abzulegen, zieht der Fisch in das Backwasser flacherer Meereszonen. Anschließend schwimmen die Ostseeheringe auf demselben Weg wieder zurück, während die Jungfische im Kanal bleiben. Dort ernähren sie sich von Plankton, um im Herbst ebenfalls in die Ostsee zu schwimmen. Im dritten Lebensjahr werden sie schließlich geschlechtsreif und schwimmen, wie einst ihre Eltern, in den Nord-Ostsee-Kanal, um dort zu laichen.

In den vergangenen Jahren haben Wetterkapriolen und milde Wintertemperaturen immer wieder dazu geführt, dass sich der Ostseehering bereits im Januar oder Februar auf den Weg zu seinen Laichstätten machte. Geschadet hat dies der Fischpopulation jedoch angeblich nicht. Die ebenfalls bekannten Nordseeheringe kommen übrigens nicht in die Fangnetze der Fischer an der Ostseeküste: Sie sind sogenannte Winterlaicher. Das bedeutet, dass sie ihre Eier in der Zeit rund um Weihnachten in bis zu 70 Metern Tiefe ablegen und daher nicht in den Kanal wandern.

Zurzeit wird der beliebte Fisch zentnerweise aus dem Nord-Ostsee-Kanal gefischt. Damit beginnt die Saison für den besonders schmackhaften und gesunden Fisch. Er enthält nicht nur sehr viel Iod, sondern auch Eiweiss und einen optimalen Fettanteil von rund 25%. Der kleine Schwarmfisch ist in der feinen Küche aufgrund seines aromatischen Geschmacks und zarten Fleisches begehrt.

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