Hiddensee - mehr als Rügens kleine Schwester

Anmutend wie ein Seepferdchen, so elegant liegt die 16,8 Kilometer lange und 3,7 Kilometer breite Ostseeinsel Hiddensee, westlich der großen Schwester Rügen vorgelagert. Hiddensee gehört zum Landkreis Rügen, Amt West-Rügen, und besteht im Norden aus einer bis zu 72 m hohen hügeligen Landschaft. Die Südspitze hingegen weist genau gegensätzliche Eigenschaften auf, dort ist es flach, der Zutritt allerdings verboten, da der so genannte „Gellen“ als Vogelschutzgebiet unter Naturschutz steht. Die Mitte der Insel besteht aus Dünen und Heidewuchs. Erst während der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren ist Hiddensee entstanden und ist integriert in die 805 km² große Fläche des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, den größten Nationalpark des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Fähren nach Hiddensee

Um Hiddensee zu erreichen, ist jeder Gast auf einen Fährbetrieb angewiesen. Es verkehren ab Stralsund und Schaprode auf Rügen regelmäßig Personenfähren der „Reederei Hiddensee“. Beachten Sie dabei: Hiddensee ist autofrei. Die Mitnahme von Kfz ist untersagt, somit endet die Anreise über Stralsund, den Rügendamm und die Durchquerung der Insel Rügen an der nordwestlichen Küste für Ihr Auto. Das macht aber nichts. Idylle zu genießen, ganz ohne Motorenlärm und Abgase, das erhöht deutlich die Regeneration. Die Luft ist sauberer, das werden Sie spüren. Also lassen Sie Ihren Wagen stehen: dazu bietet der Ort Schaprode während der Sommermonate ausreichend bewachte Parkplätze am Hafen an. Die Linien-Schiffe legen in Hiddensee vorrangig in Vitte an, dem zentralen Inselort, geografisch wie auch wirtschaftlich gesehen. Vitte ist lebendiges Zentrum und gleichzeitig der größte aller Orte auf Hiddensee. Aber auch Neuendorf und Kloster werden von den Fähren angesteuert. Spannend ist zudem eine Anreise per Wassertaxi. Hiddensee ist vor allem bei Rügenurlaubern als Tagesausflugsziel sehr beliebt.

Inselbewohner

Die etwa 1.000 Menschen die dauerhaft auf Hiddensee leben führen ein beschauliches Dasein. Ihre Einnahmequellen bestehen hauptsächlich aus dem Fremdenverkehr. Als kulturelles Zentrum der 19 km² großen Insel Hiddensee wird der Ortsteil Kloster bezeichnet. Hier befindet sich die Inselkirche mit dem Inselfriedhof, wo berühmte Persönlichkeiten liegen wie Gerhart Hauptmann, ein deutscher Dichter dem im Jahre 1912 der Literaturnobelpreis verliehen wurde, weiterhin der frühere Intendant der Komischen Oper in Berlin, Walter Felsenstein. Die letzte Ruhe fand auch Gret Palucca, eine deutsche Tänzerin, im Jahr 1993 auf dem Friedhof von Kloster. Das Gerhart-Hauptmann-Haus, welches Hauptmann damals gehörte, ist heute ein Gebäude das die Gemeinde für Kulturveranstaltungen aller Art nutzt. Das kleinste und nördlichste Dorf von Hiddensee ist Grieben, zugleich ist der Ortsteil auch der älteste. Neuendorf ist das südlichste Dorf und liegt oberhalb des Vogelschutzgebiets der Halbinsel Gellen.

Hiddenseer Leuchtturm

Sie möchten das Wahrzeichen von Hiddensee besichtigen? Gar kein Problem, dazu müssen Sie den äußersten Norden aufsuchen, Leuchtturm Dornbusch bzw. der Hiddenseer Leuchtturm steht mit seinen 28 m Höhe auf dem 72 Meter hohen Dornbusch, im Hochland der Insel und erlaubt Besuchern den Zutritt und den Aufstieg über die 102 Stufen bis zur Aussichtsplattform. Der Fremdenverkehrsverein bietet sogar komplette Inselführungen zwischen Juni und September an. Genauere Informationen erhalten Sie unter: www.hiddensee.de.

Ob Grieben, Kloster, Neuendorf oder Vitte, jedes Dorf hat einen unverwechselbaren Charakter, von geruhsam bis emsig, historisch bis ursprünglich. Mit 600 Einwohnern ist Vitten mit Abstand der turbulenteste Ort Hiddensees. Kloster zeigt geschichtsträchtiges, Neuendorf glänzt mit Stille und Grieben versprüht das Gefühl einer Zeitreise.

Hiddensee bedarf eigentlich mehr als eines Tagesausflugs. Die Insulaner sind auch für Übernachtungen gerüstet und werden Sie mit inseltypischer Hausmannskost verwöhnen. Fangfrischer Fisch kommt hier lecker auf den Tisch!

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