Fischland-Darß-Zingst

Fischland-Darß-Zingst – genau in dieser Reihenfolge gliedert sich die Ostseehalbinsel von West nach Ost auf. Fischland ganz im Westen ist ein schmaler Landstreifen, bestehend aus den Orten Wustrow, Dierhagen, Althagen, Niehagen und Ahrenshoop. Mittig, die breiteste Region der Halbinsel, besteht aus den Darß zugehörigen Dörfern Prerow, Born und Wieck. Im Osten liegt Zingst.

Das Gewässer „Darß-Zingster Boddenkette“ landeinwärts trennt Fischland-Darß-Zingst vom Festland Mecklenburg-Vorpommerns. Das Gewässer ist 197 km² groß, wird im Westen mit Süßwasser gespeist und fließt im Osten der Ostsee zu, weist daher in dem Bereich einen höheren Salzgehalt auf. Die Tiefe beträgt in der Darß-Zingster Boddenkette jedoch nur rund zwei Meter. Boddenkette bedeutet, mehrere Bodden vereint tragen diesen Namen gemeinsam. Dazu zählen der Grabow, Barther Bodden, Bodstedter Bodden und Saaler Bodden. Die anderen Küstenabschnitte grenzen an die offene Ostsee. Geografisch zwischen Rostock und Stralsund gelegen, mischt die 45 Kilometer lange Halbinsel auch im Fremdenverkehr ordentlich mit. Noch bis vor wenigen Jahrhunderten waren Fischland, Darß und Zingst drei einzelne Inseln. Menschenhand fügte sie zusammen, vereinte sie und machte die Region zu einem außergewöhnlich schönen und attraktiven Urlaubsgebiet.

Charakteristisch für den Darß sind bunt bemalte Haustüren. Seefahrer fertigten sie während ihrer langen Reisen auf See an und brachten sie bei Landurlaub ihren Familien mit. Die eingearbeiteten Symbole darauf haben alle ganz spezielle Bedeutungen. Weiterhin gibt es Wiesen und Felder, mitten im Ortskern und die reetgedeckten Bauernhäuser wurden quer zur Straße gebaut. Eine putzige Gegend die mit ihrer unkonventionellen Lebensart viele neugierige Besucher und Erholungssuchende Gäste in die Gegend zieht. Sehenswert sind vor allem auch die drei Seebrücken. Neben dem Ostseebad Zingst und dem Ostseebad Wustrow steht in Prerow der längste Steg. Die Seebrücke hier ist 394 m lang und 3,50 m breit. Prerow zeigt sich zudem von einer abenteuerlichen Seite. Der „Darßer Urwald“ ist ein 50 km² großes Waldgebiet in dem sich fast 40 Wanderwege kreuzen. Knorrige Bäume, Farne, Dickicht und klare Luft. Jedem Aktivurlauber schlägt dabei das Herz höher. Verschiedene Wildarten werden ihnen mit ein wenig Glück begegnen, Singvögel stimmen fröhlich den Tag ein. Der Darßer Urwald wurde neben dem Darßer Weststrand zu Naturschutzgebieten ernannt. Ungestüm und wildromantisch kommt er daher – der Darßer Weststrand ist kein Sandstrand wie jeder andere. Hier liegen entwurzelte Bäume in der Gegend herum, die durch Wellen und Wind jeden Tag aufs Neue verändert werden.

Das Ostseebad Prerow zählt schon zu den bekanntesten Orten im Darß, auch der einzige Inselleuchtturm steht dort. Am nördlichsten Zipfel führt das Leuchtfeuer des 35 m hohen und 1848 erbauten Backsteingemäuers die Schiffe an der Küste entlang. Aus dem gleichen Material ist auch die Seemannskirche Prerow, die in ihrem Inneren aus Dankbarkeit der Seefahrer viele Gaben beherbergt. Das Landschaftsmuseum hält zudem für kulturell Interessierte viele spannende Informationen rund um die Halbinsel parat. Geöffnet ist von Mai bis Oktober täglich ab 10.00 - 18.00 Uhr. Verkürzte Zeiten ergeben sich in der Nebensaison, von November bis April ist ausschließlich an den Wochenende geöffnet. Freitags bis Sonntags zwischen 13.00 - 17.00 Uhr.

Zur Anreise nach Fischland-Darß-Zingst empfiehlt sich im Osten die Überquerung der Meiningenbrücke. Sie verbindet die Halbinsel Zingst mit dem Festland Bresewitz bei Barth. Im Westen nutzen Sie als Ziel am Festland den Ort Ribnitz-Damgarten. Ab den genannten Orten fahren regelmäßig Busse auf die Halbinsel.

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